Willkommen


66. Seminar für ärztliche Fort- und Weiterbildung
in Westerland auf Sylt vom 22.–27. Juni 2025

Anmeldungen für den Kongress 2025 sind unter westerland-seminar.de/anmeldung möglich.

Anmeldungen für den Sansibar-Abend inkl. einer Begleitperson am Sonntagabend sind ab sofort wieder online möglich, nur bei Anmeldung und Bezahlung bis 31.12.24.

Weitere Infos finden Sie unter westerland-seminar.de/seminar oder per Anfrage an info@westerland-seminar.de

Das Programm 2025 finden Sie etwa ab Anfang Dezember 2024 auf dieser Homepage. Wir freuen uns, Sie ab dem 22. Juni 2025 auf Sylt begrüßen zu dürfen.


65. Seminar für ärztliche Fort- und Weiterbildung
in Westerland auf Sylt vom 2.–7. Juni 2024

Anmeldungen für den Kongress sind unter westerland-seminar.de/anmeldung möglich, es sind aktuell noch Plätze frei. Anmeldungen für den Sansibar-Abend am Sonntag und die Seminare am Mittwoch-Nachmittag sind nur vor Ort möglich, die entsprechenden Listen liegen dann aus – bitte fragen Sie gerne bei der Registrierung am Empfang danach.

Weitere Infos finden Sie unter westerland-seminar.de/seminar oder per Anfrage an info@westerland-seminar.de

Das Programm 2024 finden Sie unter westerland-seminar.de/programm

Wir freuen uns, Sie ab dem 2. Juni 2024 auf Sylt begrüßen zu dürfen.


  Vorabflyer 2024 (PDF)  >>

WeihnachtsNewsletter – Nordwestdeutsche Gesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V.

Liebe Freunde der ärztlichen Fort- und Weiterbildung.

Das Jahr neigt sich zum Ende, auch unser Programm für das nächste Jahr ist fast fertig: das Ergebnis unserer letzten Programmsitzungen wollen wir Ihnen hiermit gerne kundtun, damit Sie Ihre Fortbildungen für nächstes Jahr planen können. Im Januar werden wir das Programm online stellen: hier nur einige Appetithappen.

In den letzten Jahren haben verschiedene Biotechnologien der Medizin teils dramatische Neuerungen gebracht. Hierzu zählt insbesondere auch die genetische Diagnostik und zunehmend auch Therapie. Die Genetik soll daher der „rote Faden“ unserer nächsten Tagung sein. Durch wirklich atemberaubende Forschung konnte das Geheimnis gelüftet werden, wie der homo sapiens Europa „erobert“ hat. Ein wichtiger Treiber für diese Erkenntnisse ist Herr Prof. Krause aus Leipzig: wir sind sehr froh darüber, dass er den Eröffnungsvortrag übernommen hat, um uns zu berichten, wo wir herkommen.

Am Sonntag Nachmittag kommt auf vielfältigen Wunsch hin wieder unsere junge Frauenpowertruppe zum Einsatz mit Themen der Notfallmedizin aber auch anderen praxisrelevanten Fragestellungen, welche im Dialog (und hoffentlich auch zusammen mit Ihnen) diskutiert werden.

Viele seltene (und einige gar nicht so seltene) Erkrankungen können auf genetische Ursachen zurückgeführt werden. Diesen werden Sie auch in Ihrer Praxis begegnen, auch wenn sie nicht immer leicht zu erkennen ist. Eine zunehmende Zahl von genetisch bedingten Erkrankungen kann mittlerweile zielgerichtet behandelt werden: für uns ein Grund, sich mit genetischen Erkrankungen in der Kardiologie, Pneumologie und Neurologie zu beschäftigen. Dabei wollen wir auch die gesetzliche Grundlage besprechen. Als Hot Topic werde ich über die artgerechte Haltung des Homo sapiens sprechen, um den Bogen von den Ursprüngen des Menschen hin zur Gegenwart (und einer aktuell ja recht zweifelhaft erscheinenden Zukunft) zu spannen.

Dabei sollen die Fortschritte der Medizin, die ja leider auch immer neue Probleme mit sich bringen, auch auf der „konventionellen“ Ebene betrachtet werden: neben DMP relevanten Inhalten, die durch bewährte Referenten dargestellt werden, werden wir durch Herrn Prof. Müller Wieland aus Aachen ein update zu Diabetes und Adipositas erhalten, zusammen mit einem Ausblick, wie es denn weitergehen könnte.

Vermutlich sind Sie (wie wir alle) im Moment auch mit Atemwegsinfekten beschäftig (hoffentlich nicht als Patient). Bei mir fragt jeder 2. Patient nach 7 Tagen vorwurfsvoll, ob es denn normal sei, dass er immer noch krank ist und ob vielleicht etwas mit seinem Immunsystem nicht stimme. Auf Wunsch von Ihnen wird Frau Klouche daher die Diagnostik von Immundefekten (die tatsächlich gar nicht so selten sind) pragmatisch darstellen. Weitere infektiologische Themen (und das rote Sofa) dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Es wird wieder eine Reihe von Seminaren geben: neben den Klassikern wie Reanimation und Untersuchungstechniken in der Rheumatologie, werden wir im nächsten Jahr wieder einen Schnupperkurs Manuelle Therapie (dieses Mal mit einem Schwerpunkt im Bereich HWS) anbieten. Nach einigen Jahren Pause wird es auch wieder einen Lungenfunktionskurs geben (dafür dieses Mal keinen EKG-Kurs). Wer sich um Resilienz und Achtsamkeit kümmern möchte, kann dies unter kundiger und charmanter Führung von Herr Langs aus Bad Bramstedt tun, der auch über Somatisierungsstörungen referieren wird. Bezüglich der Arztgesundheit wollen wir uns im nächsten Jahr einmal der sog. „heart sink patients“ annehmen: dies sind Patienten aus unserer Praxis, bei denen uns unwohl wird, wenn wir sie im Terminkalender finden.

Wir wollen aber auch etwas ganz Neues probieren, was nur mit Ihrer Mithilfe klappen wird: in einer Art „klinischen Visite“ für die Praxis werden Herr vom Dahl und Herr Kötter auf dem Sofa sitzen und zusammen mit Ihnen Fälle aus der Praxis diskutieren: hierfür mögen Sie uns rechtzeitig vor der Tagung Patientengeschichten von Patienten mit einem kardiologischen Problem übermitteln. Am konkreten Fall werden wir dann die Herangehensweise sowohl des Kardiologen als auch des Allgemeinmediziners besprechen. Bitte lassen Sie uns nicht hängen: wir haben uns auch für jeden Fall eine „Belohnung“ ausgedacht; es lohnt sich also. Das gleiche gilt für kurze Kasuistiken aus Ihren Reihen, die Sie gerne darstellen können: wir haben im letzten Jahr gemerkt, wie viel Wissen und auch didaktische Fähigkeiten in Ihnen schlummern: bitte melden Sie sich gerne auch telefonisch bei mir (04102 605 124).

Schließen möchte ich mit der erfreulichen Nachricht, dass wir wieder 100 Plätze im Sansibar erobern konnten, so dass wir uns dort am Sonntag abend treffen können: die Plätze können bei der Anmeldung vor Ort „gebucht“ werden. Um diese Überschusskalorien auch wieder abbauen zu können, wird es am Mittwoch morgen wieder den beliebten Bürgermeisterlauf geben (Herr Kötter wird vorne weg laufen). Aber auch ganz am Ende des Programms haben wir eine „Bewegungsüberraschung“ für Sie.

Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen Lust machen konnte, im nächsten Juni wieder nach Westerland zu kommen. Im Namen unseres Fortbildungsvereins wünsche ich Ihnen von Herzen eine besinnliche krankheitsfreie Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel. Das Jahr 2023 lässt uns ja viel Luft für Verbesserungen!

Jörg Braun (stellvertretend für den Vorstand: Mariam Klouche, Hinrich Hamm, Jürgen vom Dahl, Michael Kentsch, Thomas Kötter und Matthias Braun)

Gruppenphoto für WeihnachtsNewsletter


Stand: 19.12.2023

Bericht über das 64. Seminar für ärztliche Fort- und Weiterbildung in Westerland auf Sylt vom 4.–9. Juni 2023

In diesem Jahr dankenswerterweise ohne Corona-Auflagen trafen sich wieder über 200 Kollegen zu unserer Fortbildungswoche. Diese zählt zu den größten industrie-unabhängigen Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Die nicht notwendige Rücksicht auf Sponsoren ermöglicht uns immer wieder, die für den ärztlichen Alltag wirklich relevanten Themen anzusprechen.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Häckel sprach Frau Dr. Andresen das Grußwort der Kammer, welches wie immer klug und empathisch war, in diesem Jahr aber auch deutliche Skepsis in Bezug auf die zunehmende Kommunikationsblockade aus der Politik durchscheinen ließ. Danach folgte der sehr eindrucksvolle Eröffnungsvortrag von Herrn Bürck-Gemassmer, Hausarzt aus Berlin, zum Thema „Klimakrise: Gesundheit im Anthropozän“, unserem diesjährigen Schwerpunktthema. In mehreren Vorträgen beschäftigten wir uns mit den medizinischen Komplikationen der Erderwärmung (Hitze, Infektiologie, Trinkwasser, Lärm) aber auch mit der Minderung unseres eigenen „Fußabdrucks“ im Gesundheitswesen in der Praxis, im Krankenhaus und sogar auf Verordnungsebene.

Nach der Onkologischen Gastroenterologie folgte nachmittags in einer ausschließlich von Kolleginnen organisierten Session ein sehr praxisorientierter Überblick über bedrohliche Leitsymptome, bevor Jo Bohnsack das abendliche kollegiale Zusammenkommen musikalisch untermalte.

Der Montagmorgen gehört traditionell der Kardiologie. In einem fulminanten und pointierten Vortrag fasste Herr Prof. vom Dahl, Mönchengladbach, die relevanten kardiologischen Studien des letzten Jahres zusammen, bevor wir von Herrn Prof. Münzel aus Mainz die massiven Auswirkungen von Lärmbelastung auf die kardiale Gesundheit wissenschaftlich fundiert nachgewiesen bekamen. Danach widmeten wir uns den Untiefen der Elektrophysiologie. Am Nachmittag folgten aufgrund der eindrucksvollen Studienergebnisse der letzten Jahre wieder unser jährliches Update zum Thema Diabetes und Adipositas, in diesem Jahr durch Frau Dr. Staiger aus Itzehoe: es wurde klar, dass wir diese Wohlstandserkrankungen zwar immer besser behandeln können, dass dieses aber an unsere finanzielle Belastungsgrenze führen wird, so dass ein präventiver Ansatz auch durch politische Unterstützung zwingend notwendig sein wird, um Verhältnisse wie in den USA zu vermeiden.

Am Dienstag folgte die Pneumologie: in diesem Jahr reichte das Spektrum vom häufigsten Symptom des Menschen überhaupt, dem Husten (vorgetragen durch Herrn Prof. Hamm aus Hamburg) bis hin zu seltenen Lungenerkrankungen (von Frau Prof. Koper aus Oldenburg). Nachmittags folgte organisiert durch Herrn Prof. Kötter aus Lübeck die Allgemeinmedizinische Session, welche sich u.a. mit der Möglichkeit, unnötige Antibiotikagaben zu reduzieren, beschäftigte und durch eine hervorragende Einbeziehung des „Thinktanks“ unserer Teilnehmer sehr kurzweilig geriet.

Am Mittwoch konzentrierten wir uns auf die Rheumatologie. Durch den eklatanten Mangel an Rheumatologen im Land müssen immer mehr Patienten in Hausarztpraxen diagnostiziert und auch behandelt werden. Hier sind aus Sicht aller Teilnehmer neue und verbesserte Versorgungsstrukturen notwendig. Im Anschluss zeigte Herr Prof. Ringelstein aus Mönchengladbach die eindrucksvollen Möglichkeiten von KI in Bezug auf radiogische Diagnostik, aber auch die potentiellen Gefahren insbesondere der generischen KI für unsere Spezies.

Zum ersten Mal nach 3 Jahren Corona waren auch wieder Seminare möglich: in diesen beschäftigten wir uns mit der ärztlichen Untersuchungstechnik (durch Herrn Dr. Matthias Braun aus Cuxhaven), der EKG Diagnostik (durch Herrn Horst Theede aus Flensburg und Herrn Prof. vom Dahl), die Reanimation (wie jedes Jahr durch Herrn Bredereke-Wiedling aus Hamburg), ärztliche Resilienz (durch Herrn Dr. Gernot Langs aus Bad Bramstedt) und Manuelle Medizin durch Herrn Prof. Kötter, in welchem auch fortbildungsbedingte Verspannungen der Wirbelsäule von Kollegen erfolgreich gelöst werden konnten.

Am Donnerstag stand die Infektiologie im Fokus: Herr Prof. Bahmer aus Münster ließ uns an seiner enormen Expertise bezüglich der Behandlung von sexuell übertragbaren Erkrankungen teilhaben, Frau Prof. Klouche sprach über Virusinfektion-induzierte Tumoren und deren Prävention durch Diagnostik und Impfung, Herr Prof. Bialek aus Großhansdorf hatte für seinen Vortrag über Läuse und Flöhe sogar Anschauungsmaterial dabei. Mit dem kollegialen Dialog Format „rotes Sofa“ wurde zur Aufarbeitung unserer Erfahrungen und Frustrationen der Corona-Pandemie in der Praxis durch Herrn Prof. Braun und Frau Prof. Klouche beigetragen. Die engagierte Beteiligung der Teilnehmenden unterstrich den offensichtlich hohen Bedarf des gemeinsamen Austauschs. Der Nachmittag stand unter der Überschrift Psychosomatik und Psychiatrie: neben den Pandemiefolgen für Jugendliche beschäftigten wir uns mit schwierigen Patienten in der Praxis und natürlich auch wie in jedem Jahr mit der Arztgesundheit.

Für den Endspurt am Freitag hatten wir uns ein neues Format ausgedacht: in Kurzvorträgen („shorties“) stellten Teilnehmer und Referenten Ihre Erfahrungen in anderen Gesundheitssystemen sowie Kasuistiken vor, bevor wir uns dem Impfen bei Erwachsenen und dem schwierigen Thema „Long Covid“ widmeten. Am Nachmittag konnten wir 2 prominente Sportmediziner gewinnen, die über Sportverletzungen bei Spitzensportlern (z.B. in der Fußballbundesliga und im Radsport) aber auch im Breitensport referierten: Herr Dr. Gebhard aus Großhansdorf und Herr Droste aus Leipzig werden sicher nicht das letzte Mal bei unserer Tagung gewesen sein, weil Sie die mittlerweile leicht ermatteten Teilnehmer einmal mehr für die wichtigste Gesundheitsmaßnahme überhaupt (nämlich die Bewegung) begeistern konnten.

Zusammenfassend war die diesjährige Tagung ein höchst spannender und abwechslungsreicher Ritt durch die Medizin. Durch die traditionell ausgeprägte Diskussionskultur in einem quasi familiären Setting, war ein bidirektionaler Erfahrungsaustausch möglich. Die allermeisten Teilnehmer haben angekündigt, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein: die 65. Jahrestagung wird vom 2. bis 7. Juni 2024 wieder im alten Kursaal von Westerland stattfinden.

Nordwestdeutsche Gesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V., wissenschaftliche Leitung Prof. Jörg Braun, Prof. Mariam Klouche, Prof. Michael Kentsch, Prof. Jürgen vom Dahl, Prof. Hinrich Hamm, Prof. Thomas Kötter.


Stand: 22.06.2023

Jahrestagung 2023

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es ist vollbracht: das Progamm steht nun, die Fortbildungspunkte und DMP Punkte sind beantragt und wir freuen uns auf den Sommer!

Unser Fortbildungsprogramm für die nächste Jahrestagung wird sehr abwechslungsreich und (wie wir denken) an den Herausforderungen orientiert, die wir als Ärzte aktuell zu meistern haben:

* Der Klimawandel wird die Medizin der nächsten Jahrzehnte bestimmen: dies gilt global, aber auch schon in Deutschland. Im letzten Jahr hat Frau Prof. Klouche eindrücklich klar gemacht, dass wir gerade in der Infektiologie zunehmend mit Infektionen konfrontiert werden, vor denen wir uns bisher sicher wähnten. In diesem Jahr wollen wir uns weiter mit den medizinischen Konsequenzen der Erderwärmung beschäftigen. Wir wollen aber auch unseren Beitrag leisten, die Folgen des Klimawandels durch einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen abzumildern: immerhin gehen 5 % des jährlichen CO2-Verbrauches auf den Gesundheitssektor zurück. Daher werden wir uns auch mit dem Thema beschäftigen, wie wir unsere Praxis klimafreundlicher gestalten können.

* Weiterhin sind die DMP´s für Asthma/COPD, KHK Diabetes praxisrelevant. Neue DMP Themen sind die rheumatische Erkrankungen und Depression. Diese Themen dürfen daher auf unserer Tagung nicht fehlen. Wir bemühen uns aber, den alten Wein mit neuen spannenden Facetten zu präsentieren. Die Diskussion über die medikamentöse Therapie der Adipositas macht das Spannunsfeld zwischen dem medizinisch möglichen und dem bezahlbaren deutlich. Außerdem werden wir uns mit dem Thema der Hormontherapie bei Frauen und Männern beschäftigen.

* Endlich werden wir auch wieder Seminare anbieten können, was wir uns im letzten Jahr wegen der Covid-19 Pandemie noch nicht getraut haben. Neben den bewährten Seminarthemen wie Reanimation und EKG Kurs haben wir dieses Mal auch das Thema Manuelle Therapie und (als Alleinstellungsmerkmal unserer Fortbildung) einen Kurs mit körperlichen Untersuchungstechniken im Programm.

* Natürlich wollen wir uns auch wieder intensiv mit dem täglichen Brot unserer ärztlichen Praxis beschäftigen: hierzu zählen unsere Themenblöcke Kardiologie, Pneumologie und Gastroenterologie. In diesem Jahr werden wir auch eine Rheumasession anbieten, weil es für viele von uns sehr schwierig ist, ihren Patienten einen Termin beim Rheumatologen zu ermöglichen so dass die Diagnostik und oft auch die Therapie bei den Primärärzten verbleibt. Auch werden wir uns den neuen Erkenntnissen der Hormonersatztherapie zuwenden, die gleichermaßen bei Frauen wie Männern relevant ist.


Wir beginnen unsere Tagung dieses Jahr mit einem zwanglosen „Get together“ Sonntag abends mit Musik im Anschluss an unser Tageswerk im (und hoffentlich auch vor) dem Alten Kursaal, zu dem wir unsere Teilnehmer herzlich einladen wollen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie wieder teilnehmen können und werden im Frühjahr erneut über den Programmstand berichten. Bitte warten Sie mit Ihrer Anmeldung nicht zu lange, da die Hotelkapazitäten auf der Insel schon langsam knapp werden.


Wir freuen uns, Sie wieder begrüßen zu dürfen!

Prof. Jörg Braun, Prof. Mariam Klouche, Dr. med. Matthias Braun, Prof. Jürgen vom Dahl,
Prof. Hinrich Hamm, Prof. Michael Kentsch, Prof. Thomas Kötter


Stand: 13.02.2023

Rückblick auf die Jahrestagung 2022

Liebe Teilnehmer der 63. Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Ärztliche Fortbildung,

Nach 2 Jahren pandemiebedingter Pause konnten wir unsere Jahrestagung endlich wieder gewissermaßen life und in Farbe stattfinden lassen. Im alten Kursaal in Westerland trafen sich über 200 Kolleginnen und Kollegen zum fachlichen und persönlichen Austausch.

Nach einem wie immer klugen Grusswort der Ärztekammer Schleswig Holstein durch die stellvertretende Kammerpräsidentin Frau Gisa Andresen ging es gleich zur Sache: wir ließen die Gesundheitspolitik mit zahlreichen neue Verordnungen und Gesetzen der letzten Legislaturperiode Revue passieren. Auch wenn durch das Abschmelzen der Rücklagen der Krankenkasse einige wichtige Schwerpunkte z.B. in der Digitalisierung gesetzt werden konnten, ist die Berufszufriedenheit vieler Kolleginnen und Kollegen eher weiter gesunken, was auch an weiterhin hohen bürokratischen Herausforderungen und auch unrealistischen Erwartungen unserer Patienten liegt. Es bleibt unklar, wie viele dieser Reformen in Zeiten leerer Kassen überdauern werden.
Nach 2 didaktisch gelungenen nephrologischen Vorträgen widmeten wir uns am Nachmittag der Zukunft der Medizin: wie werden die beiden disruptiven Technologien der Biowissenschaft und der IT unsere Medizin verändern? Welche Rolle spielen die KI und Gesundheitsapps bereits heute? Welche Fähigkeiten werden wir als Ärzte der Zukunft benötigen?
Am Montag ging es im hier und jetzt weiter: aktuelle Probleme der Kardiologie wurden von der Prävention bis hin zur high end Versorgung durch Kunstherzen beleuchtet.
Am Nachmittag dann ein Novum: Prof. Thomas Kötter und Dr. H.O. Wagner stellten die aktuellen Schwerpunkte der allgemeinmedizinischen UniversitätsInstitute, die in den letzten Jahren etabliert wurden, vor und beschrieben anhand konkreter Beispiele (Antikoagulation, Therapie der Herzinsuffizienz) wie sich die Perspektiven der Allgemeinmedizin von der fachärztlichen Sichtweise mitunter unterscheiden.

Der Dienstag vormittag gehörte der Pneumologie: die Volkskrankheiten Asthma und COPD wurden ebenso besprochen wie die eher seltenen Manifestationen restriktiver Lungenerkrankungen.
Am Dienstag nachmittag kamen wir dann erstmals zu unserem diesjährigen Schwerpunkt: der Infektiologie. Via Zoom schaltete sich Frau Dr. Bremer vom RKI mit dem Thema Sexuell übertragene Infektionen („lets talk about sex!“) zu, bevor sich Frau Prof. Klouche mit einem fulminanten und kenntnisreichen Vortrag mit den infektiologischen Konsequenzen des Klimawandels weltweit und in Deutschland beschäftigte und das auch medizinisch zwingend notwendige Umsteuern unserer Gesellschaft hin zu einer ressourcen orientierten Zukunft deutlich unterstrich.

Am Mittwoch beschäftigten wir uns zunächst mit den sehr herausfordernden Themen Sterbehilfe und assistiertem Suizid sowie psychiatrischen Problemen unserer geriatrischen Patienten. Am Nachmittag dann ein weiterer Covid-19 Schwerpunkt mit den Themen „Geschichte der Pandemien“ durch Herrn Prof. Hamm, die „Rolle der Bundeswehr bei der Bewältigung der organisatorischen und medizinischen Probleme“ und die Rolle des PEI bei der Zulassung von Impfstoffen: Auch hier konnten wir vielbeschäftigte Experten online zu unserer Tagung hinzuschalten, was erstaunlicherweise sogar eine lebhafte Diskussion möglich machte. Der Tag wurde durch einen „Sofatalk“ zwischen Frau Prof. Klouche und Herrn Prof. Braun abgeschlossen, der auf die konkreten und z.T. auch durchaus traumatischen Erfahrungen von uns Ärzten in den letzten 2 Pandemie-Jahren fokussierte.

Am Donnerstag ging es dann mit der Diabetologie weiter: Herr Prof. Müller Wieland konnte zeigen, dass die Einführung der SGL2 Inhibitoren nicht nur die Diabetologie revolutioniert hat, sondern auch zu einer verbesserten Prognose in der Kardiologie und Nephrologie geführt hat. Frau Prof. Espinoza erläuterte, wie stark z.B. das Vorliegen einer paVK die Prognose von Diabetespatienten verschlechtert und Herr Prof. vom Dahl stellte durchaus kritisch die neue Herzinsuffizienzleitlinie der ESC vor. Die hervorragende Session wurde durch einen Überblick über das metabolische Syndrom abgeschlossen: Medikamente, die eine ausgeprägte Gewichtsreduktion möglich machen, stehen unmittelbar vor der Zulassung und werden auf unserer nächsten Jahrestagung besprochen werden.
Am Donnerstag nachmittag beschäftigten wir uns mit der Notfallmedizin und mit pharmakologischen Problemen wie die Polypharmazie im Alter aber auch die z.T. eindrucksvollen Placebo und auch Noceboeffekte von medikamentösen Therapien.

Am Freitag rundeten Themen wie antibiotic stewardship und dieTherapie der chronischen Obstipation das bunte Themenspektrum ab, bevor uns unsere beiden Sportmediziner Herr Prof. Wolfahrt und Dr. Gebhard Lust auf mehr Bewegung machten. Ein besonderes Highlight war dabei der Vortrag von Dr. Henning Kothe im Rahmen der Session Arztgesundheit, der sich humorvoll und mit hohem schauspielerischen Talent unserer besonderen ärzlichen Kränkbarkeit zuwandte.

Auch organisatorisch bereiteten wir uns schon während der Tagung auf die Herausforderungen der Zukunft vor: Herr Prof. Braun (jetzt als 1. Vorsitzender) und Frau Prof. Klouche (als 2. Vorsitzende) wurden ebenso durch Mitgliederwahl als Vorstandsmitglieder bestätigt wie Herr Prof. Hamm, der über 14 Jahre die Geschicke unserer Gesellschaft geprägt hat. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden Herr Prof. Kötter aus Lübeck als Beisitzer und Herr Dr. Braun aus Cuxhaven als Schatzmeister. Den Vorstand verlässt Herr Prof. Thede, dessen immense Erfahrung als Arzt und Kardiologe immer wieder zu einer praktischen Patientenorientierung zurückgeführt hat. Es ist sehr gut, dass er sich auch weiter als Mitglied einmischen wird.

Leider werden unsere langjährigen Unterstützerinnen, Frau Barbara Fikau und Frau Brigitte Effey in den wohlverdienten Ruhestand gehen: beiden gilt unserer besonderer Dank, waren sie doch mit Norddeutscher Gelassenheit (trotz ihrer süddeutschen Wurzeln) und besonderen Herzlichkeit über eine lange Zeit stilprägend für unsere Gesellschaft.

Etwas müde nach über 50 intensiven Vorträgen blicken wir stolz auf die intensiven Tage des miteinander Redens und Lernens zurück: es war wunderbar, sich wieder zu treffen und ohne technische Barrieren austauschen zu können. Neben unseren Referenten, die aufgrund des Sponsoring freien Rahmens kein Honorar erhalten haben, sind wir besonders froh über unsere Teilnehmer, die mit Ihren klugen und praxisorientierten Fragen und Einlassungen wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Nach der Tagung ist vor der Tagung: wir beginnen ab sofort unsere Vorbereitungen für die 64. Jahrestagung unserer Gesellschaft ab dem 4.6.2023 in Westerland: Sie sind herzlich eingeladen, uns mit Themenvorschlägen zu unterstützen!

Prof. Jörg Braun für den Vorstand der Nordwestdeutschen Gesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V.

Stand: 05.07.2022




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