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| 68. Seminar für ärztliche Fort- und Weiterbildung in Westerland auf Sylt vom 6.–11. Juni 2027 Kongress 2027 Bitte denken Sie daran, die Teilnahmegebühr rechtzeitig vor dem Kongress zu überweisen, bei Anmeldung während der Kongresstage am besten per „Echtzeit-Überweisung“ – dies ist inzwischen bei den meisten deutschen Banken ohne Mehrkosten möglich. Barzahlungen nehmen wir keine an, Zahlungen per EC-Karte sind in der jeweils ersten Kaffeepause direkt bei Dr. Matthias Braun (Schatzmeister) am Empfang möglich. Reservierungen für den Sansibar-Abend inkl. einer Begleitperson am Sonntagabend sind wieder online möglich. Für Rückfragen zur „Sansibar-Liste“ steht Ihnen gerne Frau Voss vom Tagungssekretariat zur Verfügung. Wir freuen uns, Sie auf Sylt begrüßen zu dürfen. |
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Newsletter Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V.
vom 31. Mai – 5. Juni 2026 in Westerland auf Sylt
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine intensive Fortbildungswoche liegt hinter uns: an 6 Tagen haben wir uns durch die Neuentwicklungen in Medizin und Gesellschaft gearbeitet. Der rote Faden lautete in diesem Jahr Medizin in Krisenzeiten. Die intensive und sachliche Diskussion gerade bei den Vorträgen, die sich mit Krieg und Vertreibung, Cyberangriffe und Stromausfällen beschäftigt haben, hat gezeigt, dass wir als Ärzte die vor uns stehenden Herausforderungen verstanden haben und uns professionell auf verschiedene Szenarien vorbereiten wollen.
Wir eröffneten unser Seminar mit gewohnt pointierten und klugen Grußworten, die uns Frau Dr. Andresen von der Kammer überbracht hat. Die Keynote von Herrn Prof. Oschlies über den Klimawandel hat deutlich gemacht, dass dieser sicher zum einen die größte Herausforderung für die Menschheit darstellt, dass andererseits jede(r) einzelne die Möglichkeit hat, den Klimawandel zu beeinflussen.
Es folgten 2 Vorträge zur Dermatologie. Aus hausärztlicher Sicht wurde dargestellt, dass das Hautkrebsscreening eher enttäuschende Effekte hat, bevor aus dermatologischer Sicht der richtige Umgang mit Cremes und Salben dargestellt wurde. In der notfallmedizinischen Session besprachen wir den richtigen Umgang mit Cyberattacken im Gesundheitswesen. Dem wurden die Möglichkeiten von IT-Verfahren gerade in der Notfallmedizin gegenübergestellt. Sehr beeindruckend (und durchaus auch bedrückend) waren die Fakten, die General aD Schelleis bezüglich der aktuellen kriegerischen Bedrohungslagen dargelegt hat. Auch hier lag der Fokus auf Möglichkeiten, sich persönlich und auch medizinisch auf Notfälle vorzubereiten. Viele Teilnehmer diskutierten diese Szenarien beim gemeinsamen Abendessen im Sansibar weiter.
Der Montagvormittag gehörte der Gastroenterologie (Glutensensitive Enteropathie und Ikterus) sowie der Diabetologie mit den neuesten Ergebnissen der Adipositasforschung. Am Nachmittag stand die Pneumologie im Fokus mit Vorträgen zu dem häufigen Beratungsanlass Heiserkeit bis hin zum richtigen Vorgehen bei Pleuraerguss.
Da in Deutschland ein eklatanter Mangel an Rheumatologen besteht, der sich auch weiter verschärfen wird, erläuterte am Dienstag u.a. der Rheumatologe Dr. Matthias Braun, welche Schritte in Diagnostik und Therapie bereits in der Hausarztpraxis eingeleitet werden können. Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit der Kardiologie: auch hier wieder besonders spannend die unterschiedliche Betrachtungsweise kardialer Patienten in der hausärztlichen und in der kardiologischem Praxis, bevor der Tag durch den bereits traditionellen Ritt durch wichtige kardiologische Studien des letzten Jahres durch Prof. Jürgen vom Dahl abgeschlossen wurde.
Am Mittwochvormittag stand zunächst der traditionelle Strandlauf auf dem Programm. Danach wurde es dann „irre“: erst stellte Herr Prof. Braus gewohnt temperamentvoll das aktuelle Konzept bei der Behandlung von Psychosen vor, bevor Herr Dr. Kampen sehr einfühlsam und nachdenklich Möglichkeiten der Suizidprävention darlegte, ein Thema, welches ja leider auch für uns ärztliche Kollegen persönlich relevant ist. Auch das Thema Posttraumatische Belastungsreaktion kann uns Ärzte betreffen (was wir lange geleugnet haben): Dr. Henning Kothe brachte hierzu Beispiele aus der ganzen Welt und betonte u.a., dass wir das Wort Katastrophe nicht inflationär verwenden sollen: es gibt in der Welt viele echte Katastrophen, die weit über den aktuellen Benzinpreis hinaus gehen. Der Vormittag wurde durch einen Vortrag zur Fehlerkultur in der Medizin abgeschlossen.
Den Hot Topic Vortrag hat in diesem Jahr Dr. Burkhard Ruppert übernommen, der von der Berliner KV via zoom zugeschaltet war und der das Vorgehen im Rahmen des tagelangen Stromausfalls am Anfang des Jahres erläutert hat. Er legte dar, auf welchen Feldern wir sowohl medizinisch als auch politisch besser werden müssen: nach dem Stromausfall ist vor dem Stromausfall!
Der Mittwochnachmittag war dann den Seminaren gewidmet: hier gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, in Kleingruppen ihre Fertigkeiten bezüglich körperlicher Untersuchung, Reanimation, Manueller Medizin, Kommunikation, Resilienz und EKG-Auswertung zu verbessern.
Der Donnerstag startete mit der Infektiologie. Hier lag der Schwerpunkt auf zunehmenden Antibiotikaresistenzen in der Welt aber auch in Deutschland. Hervorgehoben wurden die spezifischen Infektionsrisiken bei Katastrophen von Prof. Klouche, wie Überschwemmungen oder Stürme, um diese Erkrankungen wie Mycobacterium marinum Wundinfektionen nicht zu übersehen. Abgeschlossen wurde der Vormittag durch den mittlerweile traditionellen Sofatalk Prof. Braun-Prof. Klouche, diesmal zum Thema „Neue Infektionskrankheiten in Deutschland“.
Am Nachmittag widmeten wir uns dem häufigen Beratungsanlass Müdigkeit (hier gibt es eine neue Leitlinie!) aber auch dem Long Covid Syndrom. Besonders beeindruckend war die Tatsache, dass auch 3 Jahre nach dem Ende der Coronapandemie nahezu jede Praxis Patienten mit Long Covid betreut. Der Tag wurde durch die Onkologie beschlossen: den eindrucksvollen neuen Therapiemöglichkeiten wurden die ebenso zahlreichen und zum Teil neuen Nebenwirkungen und ihre Therapie in der Hausarztpraxis gegenübergestellt.
Am Abend gab unser Kollege Ludger Iske zusammen mit der Pianistin Anna Bertram ein sehr stimmungsvolles und gedankenanregendes Konzert, welches perfekt in den Alten Kursaal in Westerland passte.
Am Freitagvormittag verteilten wir unsere Aufmerksamkeit auf Männererkrankungen (Prostatakarzinom) und Frauenerkrankungen (Endometriose). Beide gemeinsam waren dann wieder bei der Diskussion bezüglich der aktuellen Möglichkeiten bei Kinderwunsch gefragt.
Die Tagung wurde durch eine bewegungsmedizinische Session beschlossen: gewohnt motivierend und faktenreich berichtete Prof. Bernd Wolfahrt darüber, was bei Patienten über 60 Jahren mit Sportwunsch zu beachten ist, bevor wir uns abschließend mit häufigen und durch E-Bikes und E-Scooter leider zunehmenden Frakturen der oberen Extremität beschäftigten, die Dr. Gebhard aus Großhansdorf anschaulich schilderte.
Bis zum Schluss war der Saal gut gefüllt. Wir Organisatoren sind zum einen den zahlreichen Referenten, die ohne Honorar auf die Insel gekommen sind und ihr Wissen ohne Beeinflussung durch Dritte weitergegeben haben dankbar. Zum anderen haben wir uns sehr über die aktive, sachorientierte und immer wertschätzende Diskussionskultur gefreut, die unsere Jahrestagung zu einem Erlebnis gemacht haben, welches trotz der zum Teil sehr schwierigen Themen, mit denen wir es zu tun hatten, noch lange nachhallen wird.
Prof. Jörg Braun (1. Vorsitzender), Prof. Mariam Klouche (2. Vorsitzende), Prof. Thomas Kötter, Prof. Jürgen vom Dahl, Prof. Hinrich Hamm und Prof. Michael Kentsch (Beisitzer) und Dr. Matthias Braun (Schatzmeister), Ariane Voss und Michael Gneiting.
Stand: 18.6.2026
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| 67. Seminar für ärztliche Fort- und Weiterbildung in Westerland auf Sylt vom 31. Mai – 5. Juni 2026 Kongress 2026 Bitte denken Sie daran die Teilnahmegebühr noch vor dem Kongress zu überweisen, während der Kongresstage am besten per Echtzeit-Überweisung – dies ist inzwischen bei den meisten deutschen Banken ohne Mehrkosten möglich. Barzahlungen nehmen wir keine an, Zahlungen per EC-Karte sind nur im Ausnahmefall direkt bei Dr. Matthias Braun (Schatzmeister) möglich. Anmeldungen für die „Seminare“ am Mittwoch sind über die ausliegenden Listen im Eingangsbereich möglich (Theke links) – wir benötigen zur verbindlichen Anmeldung Ihre Unterschrift. Anmeldungen sind über das Formular unter westerland-seminar.de/anmeldung möglich – bitte senden Sie uns zusätzlich Ihre EFN. Das aktuelle Programm finden Sie stets unter westerland-seminar.de/programm – ausgedruckte Exemplare erhalten Sie im Eingangsbereich. Reservierungen für den Sansibar-Abend inkl. einer Begleitperson am Sonntagabend sind wieder online möglich (inzwischen auf Warteliste). Für Rückfragen zur „Sansibar-Liste“ steht Ihnen gerne Frau Voss vom Tagungssekretariat zur Verfügung. Wir freuen uns, Sie auf Sylt begrüßen zu dürfen. |
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Newsletter 2026 – Nordwestdeutsche Gesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V.
67. Jahrestagung der nordwestdeutschen Gesellschaft für ärztliche Fortbildung im Westerland/Sylt
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Nun ist es doch ein Newsletter zum neuen Jahr geworfen und kein Weihnachtsgruß: wir als Gesellschaft wünschen Ihnen ein wunderbares und erfolgreiches Jahr 2026. Positiv ausgedrückt hat ja das Jahr 2025 durchaus noch Luft nach oben gelassen : )).
Das Programm ist fast fertig: nach Auswertung Ihrer Feedback Bögen (fast jeder Teilnehmer hat einen Bogen abgegeben: herzlichen Dank!) und nach intensiver Diskussion im Vorstand werden wir das vorläufige Programm auf unserer Homepage zeitnah freischalten.
Unsere aktuelle Zeit ist gekennzeichnet durch Multikrisen, die auch immer mehr Einfluss auf die Medizin in diesem Land haben. Zum Glück sind wir nach unserer Auffassung aus aktueller Sicht nicht mit einem Krieg in unserem Land bedroht. Aus der Vielzahl der krisenhaften Entwicklungen heraus ergibt sich aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir Medizin in Ausnahmensituationen machen müssen. Hierzu zählen eine anfällige Infrastruktur (mit drohenden Stromausfällen), der Klimawandel (der sich durch Leugnung und Verdrängung leider nicht beeinflussen lässt: zu Grunde liegen schließlich relativ einfache physikalische Grundlagen, die nicht verhandelbar sind), aber auch Seuchen und andere biblische Heimsuchungen. Wir haben uns daher dazu entschieden, als „Roten Faden“ Themen auszuwählen, die uns in Krisensituationen helfen und unterstützen können. Diesen Fokus auf das, was wir tun können, soll bereits im Eröffnungsvortrag („Wie wir das 1,5° Ziel noch erreichen könnten“ durch Prof. Dr. Andreas Oschlies, Geomar Kiel) deutlich gemacht werden.
* Einen Vorgeschmack auf eine plötzliche, kaum vorhersagbare Krise hat z.B. der riesige und länger anhaltende Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel gegeben: hier werden wir die Gelegenheit bekommen, mit einem der damals betroffenen verantwortlichen Ärzte (Prof. Xavier Barreto, Portugal) via zoom diskutieren zu können. Der ehemalige General Martin Schelleis wird uns einen Überblick zu den Möglichkeiten einer Krisenvorsorge geben: hier wird auch viel Zeit für Diskussion sein.
* Weiterhin sind die DMP für Asthma/COPD, KHK und Diabetes fortbildungsrelevant. Diese Themen werden daher erneut gut repräsentiert sein. Hinzu kommen auch neue DMP, u.a. für die Adipositas und Rheuma. Für diese Themen konnten wir wieder eszellente Referenten gewinnen: so wird Herr Müller Wieland aus Aachen uns verraten, was die Diabetologie in der Pipeline hat, Prof. Bause, der uns im letzten Jahr vom Hocker gerissen hat, wird uns berichten, wie wir mit akuten Psychosen umgehen können und auch Prof. Bernd Wolfarth von der Charitee konnten wir gewinnen: sein Thema lautet Sporteinstieg mit 60. Vielleicht ist das ja ein Thema, mit dem Sie sich gerade jetzt nach dem Jahreswechsel beschäftigen (ich hätte jedenfalls gerade die ein oder andere Kalorie übrig)
* Neben den Plenumsvorträgen und Diskussionen bieten wir wie immer auch Seminare in kleineren Gruppen an: hierzu zählen die bewährten Themen wie Reanimation (Bescheinigung möglich) und EKG Kurs (diesmal geleitet von Jürgen vom Dahl). Darüber hinaus bieten wir wieder einen „Schnupperkurs“ Manuelle Therapie (dieses mal die untere Wirbelsäule) und (als Alleinstellungsmerkmal unserer Fortbildung) einen Kurs mit körperlichen Untersuchungstechniken an. Henning Kothe (der sich den meisten von Ihnen als brillianter und vergnüglicher Referent eingebrannt hat) wird erstmals ein Kommunikationsseminar anbieten. Herr Gernot Langs wird sich wieder der Resilienz widmen. Insgesamt als wieder ein bunter Seminarreigen!
* Natürlich wollen wir uns auch wieder intensiv mit dem täglichen Brot unserer ärztlichen Praxis beschäftigen: hierzu zählen unsere Themenblöcke Kardiologie, Pneumologie und Gastroenterologie.
* Als „Kleines Fach“ werden wir uns in diesem Jahr der Urologie widmen. Auch die chronische Müdigkeit (diese „Erkrankung“ scheint geradezu die Signatur der Jetztzeit zu sein) und das chronic fatigue Syndrom sollen in einer eigenen Session besprochen werden.
* Am Sonntag Abend haben wir wieder 100 Plätze im Sansibar reservieren können: wer Lust hat, kann sich hierfür bereits online anmelden (und ggf. einen Partner mitbringen).
* Das Beste zum Schluß: am Donnerstag abend wird uns unser langjähriger Teilnehmer Ludger Iske einen Liederabend geben, auf den ich mich besonders freue.
Terminlich ist unsere nächste Jahrestagung jetzt wieder in die 1. Juniwoche gerutscht: in dieser Zeit ist das Wetter meist schön und die Nordsee für Mutige bereits nutzbar; die Insel ist in dieser Zeit noch ruhig und bereitet sich auf den Sommersturm vor (naja Ruhe ist auf Sylt relativ). Trotz der Vorsaison können die Bettenkapazitäten knapp sein: melden Sie sich also am besten gleich heute an, zeitgleich sollten Sie dann auch die Unterkunft buchen.
Wir freuen uns sehr, wenn Sie wieder teilnehmen können und werden im Frühjahr erneut über den Programmstand berichten.
Bis dahin.
Prof. Jörg Braun (1. Vorsitzender), Prof. Mariam Klouche (2. Vorsitzende), Prof. Jürgen vom Dahl, Prof. Hinrich Hamm, Prof. Michael Kentsch, Prof. Thomas Kötter (Beisitzer) und Dr. Matthias Braun (Schatzmeister).
Stand: 11.1.2026
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